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HARMS & WENDE

Buckelschweißen

Das Buckelschweißen ist nach dem eigentlichen Punktschweißen das am weitesten genutzte Verfahren beim Widerstandsschweißen. Es bietet einige wirtschaftliche und anlagenspezifische […]

Buckelschweißen

Das Buckelschweißen ist nach dem eigentlichen Punktschweißen das am weitesten genutzte Verfahren beim Widerstandsschweißen. Es bietet einige wirtschaftliche und anlagenspezifische Vorteile. Gemäß der Einteilung der Widerstandsschweißverfahren wird zwischen dem einseitigen und dem zweiseitigem Buckelschweißen unterschieden (Kurzzeichen RB). Prinzipiell kann man das Buckelschweißen als eine Mehrpunktschweißung mit einer entsprechenden Anzahl von Elektroden bezeichnen. Dabei wird die nötige Stromdichte nicht durch einen verengten Strompfad durch Elektroden, sondern durch die Ausformung bzw. dem Querschnitt der Buckel (auch Schweißwarzen genannt) erzeugt.

Bei Mehrbuckelschweißungen, was dem Regelfall entspricht, bilden die Buckel eine Parallelschaltung. Wenn aus wirtschaftlichen Gründen viele Buckel gleichzeitig geschweißt werden, erfordert dies gleiche Widerstände aller zu schweißender Buckel. Damit werden hohe Anforderungen an die Buckelgeometrie wie Querschnitt und Höhe sowie an einen gleichmäßigen Übergangswiderstand zwischen Elektrode und Buckel, durch ein planes Aufliegen der Werkstücke und eine gleichmäßige Elektrodenkraft realisierbar, gestellt. Außerdem muss sichergestellt sein, dass eine symmetrische Stromeinspeisung aller Buckel gegeben ist. Da wie gesagt die Buckel parallel geschweißt werden, steigt mit der Anzahl der Buckel der nötige Schweißstrom.

Somit wird eine hohe Anschlussleistung der Maschine nötig. Heute wird bei Buckelschweißmaschinen immer mehr die Mittelfrequenztechnik eingesetzt. Diese Technologie bietet neben der symmetrischen und geringen Netzbelastung gegenüber Wechselstromtechnik noch den Vorteil der besseren Stromverteilung auf die einzelnen Buckel.

Bei modernen Mittelfrequenzmaschinen für Buckelanwendungen wird zur Qualitätssicherung zunehmend die Regelhubüberwachung eingesetzt. Dies kann mit der Steuerungsserie GeniusHWI realisiert werden. Auch unser Prozessüberwachungssystem PQS erfährt immer mehr Anwendungen beim Buckelschweißen.

Hauptanwendungen des Buckelschweißens sind das Mutternschweißen und Ringbuckelverbindungen. Das Kreuzdrahtschweißen ist ebenfalls dem Buckelschweißen zuzuordnen.

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