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HARMS & WENDE

Einflüsse auf die Widerstände im Schweißkreis

Die Übergangswiderstände beim Widerstandspressschweißen sind durch die Elektrodenkraft und den Zustand der Materialoberflächen gekennzeichnet und beeinflussbar. Die Stoffwiderstände sind, neben […]

Einflüsse auf die Widerstände im Schweißkreis

Die Übergangswiderstände beim Widerstandspressschweißen sind durch die Elektrodenkraft und den Zustand der Materialoberflächen gekennzeichnet und beeinflussbar. Die Stoffwiderstände sind, neben ihrer grundsätzlichen Abhängigkeit von Werkstoff, leitendem Querschnitt und der Leiterlänge auch von der Temperatur abhängig. Dies macht sich im Verlauf der Schweißung deutlich bemerkbar. Besonders gut ist das im grafischen Verlauf des Widerstandes während der Schweißung zu sehen. Bei Systemen mit Visualisierung des Schweißstromes, der Schweißspannung und des Widerstandes kann dies in der Bedienoberfläche betrachtet werden (z.B. HWI2xxx IQR und GeniusMFI IQR mit Bedienoberfläche Pegasus oder XPegasus).

Bei den üblicherweise verwendeten Stahlwerkstoffen (Materialien mit positiven Temperaturkoeffizienten) steigt der Widerstand mit der Temperatur an. Dominieren zu Beginn der Schweißung noch die Übergangswiderstände, so treten diese im weiteren Verlauf der Schweißung gegenüber den Stoffwiderständen in den Hintergrund. Die Stoffwiderstände nehmen wie oben schon beschrieben mit der Temperatur zu. Mit steigender Elektrodenkraft werden durch die zunehmende Kontaktfläche die Übergangswiderstände geringer. Insbesondere der Einfluss der Elektrodenkraft auf den Übergangswiderstand ist in der Praxis zu beachten. Oft wird die Schweißkraft erhöht und vergessen, den Schweißstrom ebenfalls zu steigern.

Da mit steigender Elektrodenkraft der Übergangswiderstand geringer wird, muss für einen gleichen Energieeintrag ein höherer Schweißstrom fließen.

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