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HARMS & WENDE

Elektrodenverschleiß

Hohe Elektrodenkraft, Strom und Wärme verformen die Elektrodenkontaktflächen mit zunehmender Anzahl von Schweißpunkten. Wenn der Schweißstrom während der Fertigung gleich […]

Elektrodenverschleiß

Hohe Elektrodenkraft, Strom und Wärme verformen die Elektrodenkontaktflächen mit zunehmender Anzahl von Schweißpunkten. Wenn der Schweißstrom während der Fertigung gleich gehalten wird, so sinkt damit die Stromdichte und die Schweißqualität verschlechtert sich. Zusätzlich zum geometrischen Verschleiß ist die „Anlegierung“ zwischen Elektrode und Werkstoff/Beschichtung des Fügeteils zu berücksichtigen. Hierdurch bilden sich in der Regel schlechter leitende und deformierte Kontaktflächen. Die erreichbare Standmenge ist sehr stark abhängig von dem zu schweißenden Material, Art und Werkstoff der Elektroden, Kühlbedingungen, Schweißparametern, Taktzeit etc.

In der Regel können einige 1000 Punkte erreicht werden (im Extremfall aber auch z.B. nur 10). Gegenmaßnahmen zum Ausgleich des Elektrodenverschleißes sind für eine stabile und qualitätsgerechte Fertigung unabdingbar. Grundsätzlich ist der Einsatz von Gleichstrom gegenüber dem Wechselstrom von Vorteil. Durch die Gleichstromcharakteristik sinkt der Elektrodenverschleiß. In der Praxis wird außerdem die Stepperfunktion der Schweißsteuerung benutzt. Damit wird in Abhängigkeit des Punktzählers der Schweißstrom erhöht, um eine konstante Stromdichte zu erreichen. Dazu kommt bei vielen automatisierten Anwendungen der Einsatz von Fräsern.

Mit dem Fräsen wird in der Regel die Elektrodendurchmesser konstant gehalten. Es gibt auch Varianten des Fräsers wo neben dem Durchmesser der Elektroden auch die Elektrodenoberfläche behandelt wird. Dann wird durch den Fräser sowohl die Vergrößerung und Verformung der Elektrodenkontaktfläche als auch das Anlegieren an der Elektrodenoberfläche ausgeglichen. Darüber hinaus gibt es noch andere Formen der Elektrodenbearbeitung wie das Kappenrollen, was aber an einer anderen Stelle noch behandelt wird.

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