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HARMS & WENDE

Gefahren beim Widerstandsschweißen

Das Widerstandspressschweißen und die dazu notwendigen Anlagen gehören zu den sicherheitstechnisch sehr gut beherrschbaren Fügetechnologien. Zahlreiche DVS Merkblätter sowie ISO […]

Gefahren beim Widerstandsschweißen

Das Widerstandspressschweißen und die dazu notwendigen Anlagen gehören zu den sicherheitstechnisch sehr gut beherrschbaren Fügetechnologien. Zahlreiche DVS Merkblätter sowie ISO Normen sind im Laufe der letzten Jahre entstanden und tragen zu der hohen Sicherheit bei. Trotzdem können bei der Anwendung der verschiedenen Verfahren des Widerstandspressschweißens Gefahren ausgehen. In erster Linie sind dies Gefahren aufgrund des elektrischen Stroms, mechanischer Vorgänge, Verbrennungen (durch Schweißspritzer), Lärm und Emissionen.

Alle Widerstandspressschweißverfahren arbeiten mit geringen Spannungen unterhalb der maximal zulässigen Berührungsspannung und den prozessbedingt hohen Strömen. Durch die geringe Spannung (Schutzkleinspannung von kleiner 42 Volt) ist ein direktes Berühren der schweißstromführenden Teile und der Werkstücke während der Schweißung grundsätzlich ungefährlich. In direkter Nähe zu Widerstandsschweißeinrichtungen treten während der Schweißung durch die hohen Schweißströme auch starke Magnetfelder auf.

Die Arbeitsplätze an Widerstandsschweißeinrichtungen sind mit dem Verbotszeichen „Verbot für Personen mit Herzschrittmacher“ und den Warnzeichen „Warnung vor magnetischem Feld“ zu kennzeichnen. Insbesondere bei den sehr weit verbreiteten Mittelfrequenzschweißanlagen ist nach Trennung der Stromquelle (Inverter) vom Netz noch eine berührungsgefährliche Spannung im sogenannten Zwischenkreis des Inverters enthalten. Je nach Typ und Ausführungsform kann die Entladezeit bis zu mehreren Minuten betragen.

Dies ist ebenfalls zu beachten. Die Geräte sind mit entsprechenden Warnhinweisen ausgestattet. Mehr Sicherheitshinweise finden Sie in den Betriebsanleitungen der Maschinen, Geräte und Systeme sowie in den ISO, DVS, DKE und VDE Informationen.

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