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HARMS & WENDE

Stumpf- und Abbrennschweißen

Zwei weitere Varianten des Widerstandspressschweißens neben den bekannten Widerstandspunkt- und Widerstandsbuckelschweißen sind das Pressstumpfschweißen und das Abbrennstumpfschweißen. Diese beiden weniger […]

Stumpf- und Abbrennschweißen

Zwei weitere Varianten des Widerstandspressschweißens neben den bekannten Widerstandspunkt- und Widerstandsbuckelschweißen sind das Pressstumpfschweißen und das Abbrennstumpfschweißen. Diese beiden weniger bekannten Verfahren werden besonders in der Draht- und Kettenindustrie sowie beim Schienenschweißen häufig eingesetzt. Bei diesen Schweißverfahren werden die zwei Fügepartner direkt aufeinandergepresst und es wird dann ein Strom angelegt. Mittels Vorschubs wird die Bauteilverkürzung ausgeglichen. Die Schweißleistung ergibt sich aus der Kontaktkraft der aneinandergepressten Werkstücke und dem daraus resultierenden Übergangswiderstand.

Die Schweißzeit wird durch die Schlittengeschwindigkeit und den Verfahrweg der Maschine bestimmt. Mit Hilfe dieser beiden Schweißverfahren können sehr große Querschnitte verbunden werden. In der Regel reichen die Anwendungen bei Stumpfschweißen bis ca. 2000 qmm. Darüber hinaus gehen die zu schweißenden Querschnitte beim Abbrennschweißen. Für Ketten werden Querschnitte bis ca. 14000 qmm geschweißt. Im Bereich Pipelineschweißen gibt es sogar Anwendungen bis 40000 qmm.

Beim Pressstumpfschweißen werden die Werkstücke zusammengepresst und durch den Stromfluss erhitzt, bis die erforderliche Temperatur erreicht ist. Dies erfolgt über eingestellte Strom- und Druckwerte oder auch weggesteuerte Druck- und / oder Stromprogramme, meistens Stromabfall oder –anstieg. Zum Abschluss der Schweißung wird ein Stauchen realisiert.

Im Verfahren Abbrennschweißen wird über ein Reversierverfahren das Material so vorgewärmt, dass die gesamte Oberfläche gleichmäßig erhitzt wird. Im Reversierbetrieb fahren die Werkstücke programmiert mit unterschiedlichen Stromvorgaben kurz auf und zu. Im anschließenden reinen Abbrennen werden die Bauteile mit geringerer Geschwindigkeit und Kraft aufeinander zu bewegt. Dabei kommt es zum Verschweißen der Bauteile. Je nach Anwendungsfall wird danach noch gestaucht und ein Nachwärmen gefahren.

Mehr zu diesen interessanten und recht komplexen Schweißverfahren finden Sie in den DVS Merkblättern 2901 Teil 1 und 2, im Buch Widerstandspressschweißen unseres Herrn Krause und natürlich bei Ihrem Harms & Wende Partner.

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